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Abschied

1. So leb’ denn wohl du stilles Haus,
Wir zieh’n betrübt von dir hinaus,
Wir zieh’n betrübt und traurig fort
Noch unbestimmt, an welchen Ort.

2. So leb’ denn wohl, du schönes Land,
In dem ich viele Freunde fand,
Du zogst mich groß, du pflegtest mein,
Und nimmermehr vergeß ich dein.

3. Auch du leb’ wohl, mein trauter Freund,
Und wenn die Sonnen nicht mehr scheint.
So denk ich oft an dich zurück,
Denn du warst ja mein größtes Glück.

4. Und kehr’ ich einst zurück zu dir.
So wahre deine Liebe mir,
Denn deine Liebe macht mich reich,
Sonst gilt mir alles, allles gleich.


Strophe 1-3 nach Böhme
Strophe 4 aus dem Liederbuch der Post.
Andere Titel: 
Text: Ferd. Raimund,
Melodie: Wenzel Müller,

Noten:
[Boehme-490-368A2]
Vorlage:
Kategorie: Schauspielmusik,
Zeit: 1828,
Geschichte / Kommentar:

Das Lied ist aus dem Schauspiel „Alpenkönig und Menschenfeind“ v. Ferd. Raimund, die Melodie schrieb 1828 Wenzel Müller. Franz magnus Böhme schreibt dazu:

„Das Lied wird mit vielerlei Zusätzen bis heute gesungen. Hier die Kurze Lesart.“

Eine längere Lesart finden wir in: „Der Sänger“ (ca. 1950)

1. So leb’ denn wohl, du stilles Haus, betrübt geh’ ich zur Thür hinaus,
und fänd’ ich einst das größte Glück, so denk ich doch an dich zurück.

2. So leb’ denn wohl du Mädchen mein, soll ich von dir geschieden sein,
so reiche mir nur deine Hand, und schließ mich ein ins Freundschaftsband.

3. So lebe wohl du guter Freund, wenn mir die Sonne nicht mehr scheint,
ich denke stets an dich zurück, weil du zurück, weil du einst warst mein einz’ges Glück.

4. Es blüht ein Blümchen, welches spricht: o Freundchen du, vergiß mein nicht:
es blüht so schön und auch so zart, zumal wenn’s sich mit Rosen paart.

5. Du liebes kleines Blümchen du, du weckst mich oft aus meiner Ruh,
entziehe mir nicht deine Hand, nun ich muß fort ins fremde Land!

6. So viel der Wonne flo dahin, du gabst mir immer heitern Sinn,
allein jetzund verlässt du mich, d’rum wein’ ich Tag und Nacht um dich.

7. Doch kehr’ ich einst zurück zu dir, nur deine Liebe wünsch’ ich mir;
dann ist mir alles, alles gleich, denn deine Liebe macht mich reich.

Als weiteres Beispiel eine 5-strophige Version aus dem Liederbuch von Hermann Böse (1914):

1. So leb denn wohl, du stilles Haus; ich zieh’ betrübt von dir hinaus!
Ich zieh’ betrübt und traurig fort, noch unbestimmt, an welchen Ort.

2. So lebt denn, wohl, ihr Freunde, ihr! Ich ziehe traurig fort von hier;
und find’ ich einst ein großes Glück, so denk’ ich gern an euch zurück.

3. So leb’ denn wohl, du Mädchen mein! soll ich von dir geschieden sein,
so reiche mir die liebe Hand, dann schließen wir das Freundschaftsband.

4. Schlaf eine sanfte, gute Nacht, bis dir ein heitrer Morgen lacht!
Mein größtes Glück ist schon gemacht, wenn mir dein heitres Auge lacht.

5. Und kehr’ ich eins zurück zu dir, nur deine Lieb’ erbitt’ ich mir;
dann gilt mir alles, alles gleich: nur deine Liebe macht mich reich!




Auf die Melodie wurde gesungen:




Quelle:
Der Sänger. Neuestes und vollständigstes Liederbuch für das deutsche Volk, Verlag und Druck von F. W.Rietak, Neue Friedrichs-Str. 34, Berlin o.J. (ca. 1850), Nr. 69, S. 51f.
Franz Magnus Böhme, Volksthümliche Lieder der Deutschen im 18. und 19. Jahrhundert, Leipzig 1895, Nr. 489, S. 368.
Liederbuch. Herausgegeben vom Verbande Deutscher Post- u. Telegraphen-Assistenten, Berlin 1898, S. 182
Hermann Böse, Volkslieder für Heim und Wanderung, Zentralstelle für die arbeitende Jugend, Berlin 1914.
Friedrich Silcher u. Friedrich Erk, Allgemeines Deutsches Commersbuch, Lahr 1919, S. 382f, Nr. 416.
Dr. Karl Reisert, Deutsches Kommersbuch, Freiburg 1896,
Köhlers Taschen-Liederbuch für das deutsche Volk, Minden in Westfalen, 1914, Nr. 287, S. 209f. (3 Str.)
Hermann Böse, Volkslieder für Heim und Wanderung, Zentralstelle für die arbeitende Jugend, Berlin 1914. Nr. 71, S. 58. (5 Str.)
Lieder-Buch des Turn-Vereins "Fichte". Mitglied des Arbeiter-Turn- und -Sportbundes, Selbstverlag des Vereins, Berlin 1920, 5. Aufl., Nr. 192
Fichte Liederbuch ca. 1927, Nr. 264.



 
 
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