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Arbeiterliedarchiv
Lancken
im e.V.
Musik von unten
Sachsenhymne.

1. Den König segne Gott,
Den er zum Heil uns gab,
Ihn segne Gott!
Ihn schmücke Ruhm und Ehr,
Ihn flieh der Schmechler Heer,
Weisheit steh um ihn her:
Ihn segne Gott!

2. Geb’ ihm gut Regiment,
Dem Lande Fried und Ruh,
Den Waffen Sieg!
Er ist gerecht und gut
In allem, was er thut,
Schont seiner Sachsen-Blut:
Ihn segne Gott!

3. Wie Kinder liebt er uns als Vater seines Volks,
Er unsre Lust;
Wir sollen glücklich sein,
Von uns geliebt zu sein
Kann nur sein Herz erfreun:
Ihn segne Gott!

4. Auf, biedre Sachsen, schwört,
Dem König treu und fromm
Und gut zu sein!
Eintracht sei unser Bund:
Dies schöret Hand in Hand!
Dann singt das ganze Land:
Ihn segne Gott!


Das Sachsenlied.

1. Gott segne Sachsenland,
Wo fest die Treue stand
In Sturm und Noth!
Ew’ge Gerechtigkeit
Hoch über’m Meer der Zeit
Die jedem Sturm gebeut,
Schütz uns mit Macht!

2. Blühe, du Rautenkranz,  
In schön’rer Tage Glanz
Freudig empor!
Heil, Friedrich August, dir!
Heil, guter König, dir!
Dich, Vater, preisen wir
Liebend im Thor.

3. Was treue Herzen flehn,
Steigt zu des Himmels Höhn,
Durch Nacht zum Licht;
Der unsre Liebe sah,
Der unsre Thränen sah,
Er ist uns hilfreich nah,
Verläßt uns nicht.

4. (Wiederholung der Anfangsstrophe.)


Andere Titel: 
Text: Mahlmann,
Melodie: Melodie: „God save the King“; Gott erhalte Franz den Kaiser;
Noten:
Vorlage:
Kategorie:
Zeit:
 
Geschichte / Kommentar: 

Franz Magnus Böhme schreibt dazu:

Ueber die Entstehung dieser officiellen sächsischen Königshymne war zeither nur Irriges bekannt. Daß der Text von Aug. Mahlmann sei, wie Schulhefte angeben, ist grundlos und nur Verwechslung mit dem folgenden Sachsenlied. In Mahlmann’s Gedichten steht nur sein Sachsenlied, nicht aber die Königshymne. Nach erfolglosen Nachforschungen auf Bibliotheken und Nachfragen im k. Staatsarchiv und l. Hausministerium wandte ich mich an den hiesigen Stadtarchivar Dr. D. Richter, der gütigst mir als Resultat seiner Nachsuchungen folgendes mittheilte: „Das Lied ‚den König segne Gott’ wurde zum ersten Male öffentlich beim Empfang des zurückkehrenden Königs Friedrich August in Dresden gesungen, und zwar am Abend des 5. Juni 1815 bei einem Concert im Cosel’schen Garten, am 6. Juni bei einem Festmahle auf dem Lincke’schen Bade und am 7. Juni bei einem Fackelzuge der Leipziger Studenten auf der Schloßstraße. Es steht zuwerst gedruck in der bald nachher erschienenen Festschrift: „Des Königs Friedrich August des Gerechten Heimkehr und Empfang am 7. Juni 1815.“ S. 116. Der Verf. des Textes ist nicht genannt.“ –

J. Chr. Hasche (Gesch. Dresdens, 5. Th. Dresden 1820 S. 142) macht dazu folgende Bemerkungen: „Das englische Volkslied „God save the King“ (Dem König segne Gott) war dem deutschen Texte nach schon im Dresden bekannt, wenigstens bei den fliegenden Kapellen in Trinkstuben, wo es der Harfenist Mecherlein spielte und sang. Der Commerzieh-Assistenzrath Richter, ein junges zu früh verblühtes Genie, hatte uns eine deutsche Uebersetzung (?) davon geliefert. 1813 ward es Musikfreunden angenehm. Vorher ließ Graf Marcolini die Musik bei Hilscher in Zinn stechen und sorgte für deren Verbreitung.“ –

Genannter Dichter, Georg Carl Alexander v. Richter, geb. 12. Jan. 1760 in Dresden, [S. 15] war zuletzt Assessor in der Commerziendeputation des Ministeriums, mit dem Titel Hofrath und starb zu Dresden 18. April 1806. Unter seinen Gedichten, im Auswahl von Theod. Hell 1807 herausgegeben, steht zwar die Königshymne nicht; immerhin kann der heutige Text aus einem von Richter verfassten entanden sein. Da aber Sachsen erst im Dez. 1806 (also nach Richters Todt) zum Königreich erhoben wurde, so muß der Anfang ursprünglich etwas anders gelautet haben. –

Zum Jubelfeier der 50jähr. Regierung des Königs Friedrich August I. (20. Sept. 1818), zu welcher Weber seine Jubelouverture komponirte, war die sächs. Königshymne längst gekannt; eine Text umbildung ist engelegt in einer Cantate zur Vorfeier 19 Sept. 1818, komp. vom Cantor Uber und aufgeführt in der Frauenkirche.


Quelle:
Franz Magnus Böhme, Volksthümliche Lieder der Deutschen im 18. und 19. Jahrhundert, Leipzig 1895 Nr. 17, S.
Verband Deutscher Post- u. Telegraphen-Assistenten, Liederbuch, Berlin 1898 (Selbstverl. des Verbandes Deutscher Post- u. Telegraphen-Assistenten, S. 11.



Das Sachsenlied.

Gedicht von Siegr. Aug. Mahlmann 1815. Zuerst gedruckt in der von ihm herausgegebenen „Zeitung für die elegante Welt.“ 1815 Nr. 228 vom 18. Nov. Zuerst gesungen am 13. Nov. 1815 bei Anwesenheit des Königs von Sachsen in Leipzig. –

Genannte Zeitungsnummer berichtet aus Leipzig vom 15. Nov.

„Am 7. Nov. hielten der König und die Königin ihren Einzug in Leipzig … In dem Concert, welches die beiden Leipziger Singakademien zu Ehren ihrer Majestäten veranstalteten, wurde zum Schluß folgendes vom Hofrath Mahlmann verfeertigte Gedicht gesungen: „Gott segne Sachsenland, wo fest die Treue stand etc.“ folgt Abdr. des Gedichtes).“

In Nr. 229 derselben Zeitung heißt es: „Das zum Schlusse des Concerts gesungene Sachsenlied (welches in Nr. 228 mitgetehilt ist) erfüllte alle Herzen mit tiefster Rührung“ …



 
 
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